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Newsletter Oktober 2015

GKV-Leistungs-Tristesse – ein überzeugendes Beispiel

Was bedeuten die Leistungseinschränkungen der GKV in nackten Zahlen? Am fiktiven Beispiel des Uwe L., der einen Zahn ersetzen lassen muss, wird die Lücke deutlich.

Uwe L. hat zwar immer auf seine häusliche Zahnhygiene geachtet, doch nun, im Alter von 47 Jahren, ist es so weit: Ein Zahn ist nicht mehr zu retten, Ersatz muss her. Uwe lässt sich von seinem Zahnarzt vorrechnen, welche Optionen es gibt und wie teuer sie würden. Prinzipiell erstatten die gesetzlichen Kassen 50 Prozent oder etwas mehr für Zahnersatz. In Uwes Fall heißt das: Von den Kosten für die Regelversorgung in Höhe von 670 Euro übernimmt die Kasse 356,78 Euro – weil Uwe mit seinem Bonusheft nachweisen kann, in den letzten fünf Jahren regelmäßig Kontrolluntersuchungen in Anspruch genommen zu haben. Ohne Bonusheft würde der Zuschuss bei lediglich 297,32 Euro liegen. Ist ja halb so wild, denkt Uwe, das macht mich nicht zum armen Mann.

Das Problem allerdings: Die Regelversorgung würde Uwe zum arm aussehenden Mann machen. Denn sie schreibt eine Seitenzahnbrücke aus unedlem Metall vor, ohne Gold oder Silber also. Und ohne Verblendung, also gut sichtbar. Zu diesem ästhetischen Makel kommen gesundheitliche: Für das Anbringen der Brücke müssen Nachbarzähne beschliffen werden, gesunde Zahnsubstanz geht unwiederbringlich verloren. Zudem kann das billige Material Allergien oder Zahnfleischentzündungen auslösen. Dann doch lieber nicht, meint Uwe nach kurzem Überlegen. Option zwei vielleicht, die sogenannte „Gleichartige Versorgung“, die über die Regelversorgung hinaus eine Keramikverblendung vorsieht? Gute Idee, findet Uwe, schließlich will ich ja noch unbefangen lächeln können, was mir mit einem auffälligen Billig-Metallzahn schwerfiele. Aber die gesundheitlichen Aspekte, die sind auch wichtig. Kein Problem, klärt ihn der Zahnarzt auf, da gibt es ja noch Option drei, die „Andersartige Versorgung“. Hier bleiben keine Wünsche offen: Ein Implantat mit einer Edelmetallkrone mit Keramikverblendung sieht gut aus, ist körperverträglich und schont die Nachbarzähne. Tolle Sache, freut sich Uwe.

Die Ernüchterung folgt einige Tage darauf, als der Kostenplan eintrifft: 2.840 Euro werden für die favorisierte Option drei fällig. Bei unverändertem GKV-Zuschuss von 356,78 Euro. Damit würde Uwes Eigenanteil den jährlichen Familienurlaub auffressen. Auch Option zwei ist mit 2.000 Euro nicht so günstig, dass Uwe freudig zugreifen könnte. Doch die Keramikverblendung muss schon sein, zähneknirschend entscheidet Uwe sich also für diese Versorgung. Immerhin kann die Familie sich dann noch eine Campingwoche am nahen Badesee leisten. 

Ein Beispiel aus dem Alltag, das aufzeigt, was auf GKV-Versicherte auf kurz oder lang zukommt. Verdeutlichen Sie mit seiner Hilfe Ihren Kunden, warum die PKV die bessere Wahl ist.